Cape Town
Ein kurzer Reisebericht über meinen 10-tägigen Aufenthalt in Kapstadt: über Silvester sind wir zu einem Open-Air Konzert in wunderschöner Lage mit Ausblick über der Stadt gefahren, unwissend dass sie dort keinen Alkohol verkaufen. Der Show-Act war u.a. Goldfish, ein südafrikanisches DJ-Duo, die neben Auflegen jazziger House-Nummern auch gerne mal selber zum Blasinstrument griffen. Hat mir gut gefallen. Enttäuschend dagegen waren die ausbleibenden Raketenexplosionen um Mitternacht. In ganz Kapstadt waren vielleicht zwei Raketen zu sehen. Schon komisch. Später erzählten mir zwei Jungs aus Durban, dass es in ganz Südafrika unüblich ist, das neue Jahr mit einem Feuerwerk zu begrüßen. Man zählt einfach nur laut den Countdown runter und freut sich.
Dennoch war der Aufenthalt dort keineswegs ein "Kulturschock". Die ganze Stadt ist außerordentlich modern, westlich orientiert und der Lebensstandard im Allgemeinen hoch. Doch nicht jeder dort hat gleiche Start-Chancen. In den Slums (den sog. Townships) rund um Kapstadt leben Millionen Menschen in Blechhütten unter der Armutsgrenze und das ist auch in der Innenstadt zu spüren. Es gibt viele Bettler und auch die Kriminalität ist nach wie vor ein großes Problem. Alle Polizisten tragen kugelsichere Westen und es existieren Crime Prevention Units. Fast alle Häuser sind durch hohen Mauern und Stacheldraht geschützt und werden zusätzlich von privaten Sicherheitsfirmen bewacht. Wer mehr über die Zustände dort erfahren will, dem empfehle ich den Film Tsotsi, der das Leben eines Gang-Leaders in Johannesburg zeigt.
Fortuna meinte es gut mit uns, so hatten wir den kompletten Aufenthalt über blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein bei 30 Grad. Neben Ausflügen nach Robben Island, zum Weingut Spier und auf den Tafelberg haben wir die meiste Zeit am Strand verbracht, gelegentlich unterbrochen durch kulinarische Hochgenüsse und ausgiebige Party-Nächte. Kapstadt zählt ab sofort zu meinen Lieblingsstädten, ich kann einen Reise dorthin nur wärmstens empfehlen.
Doch nun genug geschwafelt, Bilder sagen mehr als Worte, hier die best-ofs:
Introducing MindMeister
MindMaps sind was tolles. Bis vor kurzem hielt ich noch relativ wenig von dieser Lernmethodik, schließlich handelt es sich dabei ja um nix weiter als das Verbinden von Buzzwords mit Strichen. Doch nicht erst seit dem Brain-Post von simonz0n ist klar: genau so funktioniert das menschliche Gehirn. Das macht auch nichts anderes als Assoziationsketten bilden. Gepaart mit ein paar hübschen Bildchen oder Icons und auf A3 ins Klo gehängt lässt sich so ein einprägsamer Überblick über den zu lernenden Stoff gewinnen.
Tools
Ein unglaublich mächtiges Werkzeug zum Erstellen von MindMaps ist Microsoft's Office Viso. Da gibt es neben gefühlten zwei Millionen Bildchen auch noch Unterstützung für alle möglichen visuellen Modellierungssprachen. Allerdings ist Visio nicht gerade billig und außerdem ziemlich "offline". Eine dynamischere Variante ist die erstaunlich hübsche, ajax-basierte Web-Applikation MindMeister. Und wie es sich für eine ordentliche Web2.0-Applikation gehört, kann man seine MindMaps und Ideen kollaborativ erarbeiten. So lässt sich z.B. Brainstorming mit örtlich versetzten Teilnehmern betreiben. Hinzu kommt ein umfangreiches Interface zur Integration in Websites:
API
Man kann sich seine MindMaps bspw. im iframe anzeigen lassen (hier zum Thema Softwaretechnik):
Oder man lässt sich die Map direkt vom Server in ein jpg/gif/png konvertieren:
Auch für höhere Ansprüche (XML-Ausgabe, etc..) stellt MindMeister Funktionen bereit, für die man jedoch einen API-Key benötigt.
Fazit
Erfahrungsgemäß eignen sich MindMaps besonders bei Bla-Bla-Stoff mit vielen Buzzwords die irgendwie im Zusammenhang stehen. Wenn die Dinger zu groß werden, empfiehlt es sich Teile in eigene Maps zu packen und so eine Hierarchie zu schaffen. MindMeister ist herausragend innovativ, aber nur eine von vielen Möglichkeiten.
ømsn.de
Juhuu, ich hab ne IDN-Domain: ømsn.de. IDN steht für "Internationalized Domain Name". Im deutschsprachigen Raum sind seit dem 1. März 2004 auch 92 Sonderzeichen in den Top-Level-Domains erlaubt. Welche das sind, kann man bei der DENIC nachschauen. Je nach Nation werden auch griechische, kyrillische und sogar chinesische Schriftzeichen in Domains unterstützt. Obwohl schon seit über 4 Jahren möglich, nutzt kaum jemand diesen länderspezifischen Service. Ein Grund mag die noch unzureichende Kompatibilität mit den gängigsten E-Mail-Programmen sein. Moderne Browser hingegen machen nach meinen Recherchen kaum Faxen. Wenn die Eingabe von ømsn.de bei euch nicht funktioniert, am besten gleich Browser updaten.
Das "Ø" in meiner tollen neuen Domain ømsn.de kommt aus dem Dänischen bzw. Norwegischen und bedeutet alleinstehend "Insel" (fungiert aber auch als normaler Buchstabe) und wird wie das deutsche Ö ausgesprochen. Unter Windows kann man das Ø unter gedrückter Alt-Taste mit der Zahlenkombo Alt + 0248 (Kleinbuchstabe), bzw. Alt + 0216 (Großbuchstabe) hervorzaubern. Meiner Meinung nach könnte man das deutsche Ö gerne durch Ø ersetzen. Sieht viel cooler aus, oder was meint ihr?
PS: Aus gegebenen Anlass, herzliche Grüße an Smø.
Links:- Das offizielle Protokoll zu IDNs: http://www.ietf.org/rfc/rfc3490.txt
- Der Wikipedia-Eintrag zu Ø: http://de.wikipedia.org/wiki/Ø
X-OMSN 2k8
WG-Party Ankündigung mit der Bitte um zahlreiches Erscheinen:
(draufklicken für Großansicht)
*** update 20.10.2008 ***
Großes Dankeschön an alle Gäste fürs zahlreiche Erscheinen und für die vielen tollen Geschenke! Spezieller Dank an meine verständnisvolle Nachbarn fürs "Dulden" ;) Hier ein paar Shots von meiner Handy-Cam (sorry für die schlechte Quali):



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